Bei der systematischen Analyse der höchstaufgelösten TerraSAR-X-Aufnahmen des Halligenwatts nördlich von Pellworm fielen im Vorgängerprojekt DeMarine-Umwelt parallele, diagonal verlaufende Strukturen auf, für die Kulturspuren als Ursache identifiziert werden konnten und die im SAMOWatt-Projekt eingehender untersucht werden. Bei den Strukturen handelt es sich um die Spuren historischer Landnutzung aus der Zeit vor der großen Sturmflut 1634, während derer große Landgebiete verloren gingen. Wegen der innerhalb dieser Kulturspuren unterschiedlichen Sedimente und den damit verbunden unterschiedlichen Vorkommen von Makrophyten zeichnen sie sich vom sie umgebenden Watt ab und sind – bei hinreichender räumlicher Auflösung – auf SAR-Aufnahmen zu erkennen.

 

 

Obige Abbildung zeigt eine TerraSAR-X-Aufnahme des Wattgebietes nördlich von Pellworm (3. August 2009, 2,8 km x 2,0 km). Deichverlauf und Landgewinnung sind im unteren und rechten Bildteil zu erkennen, diagonale Strukturen links und oben rechts der Bildmitte sind auf Kulturspuren zurückzuführen. Originaldaten © DLR 2009.