Satellitenbild von MeteoSAT-8
Satellitenbild von MeteoSAT-8 (Quelle: ©EUMETSAT)

MeteoSAT

Die Meteosat Satelliten gehören zu einem internationalen Verbundsystem geostationärer Wettersatelliten, das die ständige Wetterbeobachtung des gesamten Planeten (bis ca. 50-55o nördlicher und südlicher Breite) ermöglicht. Diese Satelliten befinden sich in einem Längenkreisabstand von 70o zueinander in 36 000 Kilometern Höhe.

Bereits seit 1977 verfügt Europa über eigene geostationäre Wettersatelliten namens METEOSAT. Die ersten sieben Satelliten der METEOSAT-Reihe bilden die erste Satellitengeneration, die weitestgehend auf der gleichen Technologie basiert. Die beiden letzen aktiven Satelliten dieser ersten Generation, METEOSAT-6 und -7, sind derzeit über dem Indischen Ozean im Einsatz, um dort eine Beobachtungslücke zu schließen.

Im Jahr 2002 wurde der erste Satellit der zweiten METEOSAT-Generation (METEOSAT Second Generation, MSG) gestartet. Der zweite Satellit folgte im Dezember 2005. Diese beiden Satelliten, Meteosat-8 und -9, sind seither die „Arbeitspferde“ für die Wetterdienste. Sie beobachten kontinuierlich Europa und Afrika und liefern sehr viel höherwertige Daten als die erste METEOSAT-Generation Es befinden sich immer mindestens zwei aktive METEOSAT-Satelliten im Orbit (In-Orbit-Redundanz), um einen lückenlosen Betrieb sicherzustellen. Zwei weitere METEOSAT-Satelliten der zweiten Generation sind bereits fertig gestellt und werden nach Bedarf gestartet.

Die dritte Generation von METEOSAT-Satelliten (METEOSAT Third Generation, MTG) kommt ab 2015 zum Einsatz. EUMETSAT und die ESA untersuchen derzeit die technische Machbarkeit der Konzepte, die gemäß den Anforderungen der Nutzer entwickelt worden sind.

[Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, DLR]